Im Jahr 2009 wird das Internationale Tanzfestival Thüringen seine nunmehr dreißigste Ausgabe erleben. Theater&Philharmonie Thüringen möchte dieses Jubiläum zu einer konzeptuellen Neuausrichtung nutzen: Mit einem umfangreichen Haupt- und Rahmenprogramm soll ein lebendiges Festival geschaffen werden, das sein Publikum unterhält und gleichzeitig einen inhaltlichen Anspruch hat.
Die 30. Geraer Ballett-Tage bekennen sich zum klassischen Ballett, indem sie die zeitgenössische Auseinandersetzung mit seinen Formen, Themen und Körpern sichtbar machen. Es ist ein Anliegen, ganz unterschiedliche Strategien dieser Auseinandersetzung vorzustellen, sei es die Konservierung, die Weiterentwicklung oder die Umschreibung.
Das Spektrum der künstlerischen Positionen wird daher vom Ballett der Lettischen Staatsoper mit „Le Corsaire“ bis hin zu Raimund Hoghe, dem „Tänzer des Jahres 2008“, mit seinem minimalistischen „Swan Lake, 4 Acts“ reichen. Zwischen diesen beiden Polen rangieren weitere Gastspielhighlights wie die junge Truppe der spanischen Compañía Nacional de Danza, das Tanztheaterstück „ZeitSprünge“ von Heike Hennig und ein „Sommernachtstraum“ der Staatlichen Ballettschule Berlin. Eröffnet werden die Ballett-Tage wie immer mit einer Premiere des ThüringenBallett: „Le Sacre du Printemps“ und „Der Feuervogel“, zwei Meilensteinen der Tanzgeschichte.
Das ThüringenBallett zeigt zur Eröffnung „Le Sacre du Printemps / Der Feuervogel“, zwei Meilensteine der Tanzgeschichte, zeitgemäß interpretiert von Nils Christe und Uwe Scholz (Genre: Modernes Ballett).
Heike Hennig präsentiert „ZeitSprünge“, ein Stück, das zwei Tänzergenerationen aufeinandertreffen lässt – eine bewegende Begegnung von Tanzstilen, Körperbildern und Temperamenten (Genre: Moderner Tanz).
Die junge Truppe der Compañía Nacional de Danza 2 aus Spanien ist mit Choreographien ihrer künstlerischen Leiter Nacho Duato und Tony Fabre zu Gast. Dazu gehören die Deutschlandpremiere von Nacho Duatos „Kol Nidre“ sowie die Stückfolgen „Without Words“ (N. Duato), „Insected“ (T. Fabre), „Kol Nidre“ (N. Duato) und „Duende“ (N. Duato), „Gnawa“ (N. Duato), „Kol Nidre“ (N. Duato) (Genre: Moderner Tanz).
Die Tanzcompagnie Gießen schickt im Rahmen des Kulturkonzeptes TanzArt ostwest eine Choreographie ihres Leiters Tarek Assam, „Welt der Engel“, zu einem Austauschgastspiel. Der Gegenbesuch von ThüringenBallett fand bereits im Mai zur großen TanzArt-Gala im Stadttheater Gießen statt (Genre: Moderner Tanz).
Raimund Hoghe, der „Tänzer des Jahres 2008“, präsentiert seine minimalistische, hochpoetische Schwanensee-Paraphrase „Swan Lake, 4 Acts“ (Genre: Tanztheater).
Hugo Vieras gefeierte Ballett-Kreation für das ThüringenBallett, „Fado = Schicksal. Auf der Suche nach der portugiesischen Seele“, ist zum letzten Mal in der Spielzeit 2008/09 zu sehen. Mit auf der Bühne ist Fado-Sänger Telmo Pires (Genre: Modernes Ballett).
Die Nachwuchstänzerinnen und -tänzer der Staatlichen Ballettschule Berlin verzaubern mit ihrem neuesten abendfüllenden Stück „Ein Sommernachtstraum“ die ganze Familie (Genre: Klassisches Ballett).
Das Ballett der Lettischen Nationaloper hat mit „Le Corsaire“ ein großes Piratenabenteuer im Gepäck. Zur Musik von Adolphe Adam erleben Zuschauer romantische Intrigen, orientalisches Flair und tanztechnische Perfektion (Genre: Klassisches Ballett).
Das Festivalprogramm wird durch weitere Angebote ergänzt:
- Eröffnungsparty
- Wettbewerbsvorführungen des Thüringer Ballett-Preis Gera
- Konzert zur Komponistenwerkstatt „Bewegung“
- Dokumentarfilme
- Festivalzelt auf dem Theatervorplatz
- Präsentation des Kinder- und Jugendballetts
- Schnupperkurse für neugierige Tanzlaien
- Publikumsgespräche und Einführungen

