Unter der künstlerischen Leitung von Intendant Manfred Beilharz zeigen die Internationalen Maifestspiele preisgekrönte und außergewöhnliche Inszenierungen der internationalen Theaterlandschaft aus Oper, Tanz und Schauspiel.
Im Bereich Schauspiel sind unter anderem Michael Thalheimers Version von Gerhart Hauptmanns „Die Ratten“ und Stephan Kimmigs „Maria Stuart“ zu sehen. Weitere große Inszenierungen sind „Maß für Maß“ (Inszenierung: Karin Beier) und „Die Dreigroschenoper“ (Inszenierung: Robert Wilson).
In der Sparte Tanz konnte die Compagnie Jant-Bi verpflichtet werden, die ihre Produktion „Waxtaan (Gipfeltreffen)“ zeigt. Das Programm umfasst Mozarts „Große Messe“ als klassischen Tanzabend in der Choreografie des leider zu früh verstorbenen Uwe Scholz. Es folgt die fulminante Aufführung „Lulu“ (Choreografie: Christian Spuck). Dieser Abend wird live vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden begleitet. Eine weitere Produktion ist die mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnete Choreografie „Giselle M.“ des neuen Ballettchefs Stephan Thoss.
Die Maifestspiele werden mit der Oper Salome von Richard Strauss nach dem gleichnamigen Drama von Oscar Wilde in einer Inszenierung von Intendant Manfred Beilharz eröffnet. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Marc Piollet. Die festliche Eröffnung wird mit der Uraufführung „... in der Luft dieses Rauschen...“ der musik-theater-werkstatt unter der Leitung von Ernst August Klötzke umrahmt.
Im internationalen Opernprogramm der Maifestspiele stehen Gastspiele mit der Entdeckung „Król Roger“ (König Roger) von Karol Szymanowski und Verdis „Rigoletto“ zum Abschluss des Festivals. Zur beliebten Operngala lädt das Staatstheater Wiesbaden mit Puccinis Tosca und internationalen Sängerstars ein.
Abgerundet wird das Programm mit Solo-, Konzert- und Kabarettabenden berühmter Künstler und Ensembles. Beispielsweise liest der Theater- und Filmschauspieler Ulrich Matthes Schnitzlers „Die Traumnovelle“, die Wiesbadener Tosca Janice Dixon verzaubert mit „All that Jazz!“, das Schweizer Duo stimmhorn lädt ein zu „einem Heimatabend mit außerirdischen Klängen“, Tilo Nest singt in seinem Programm „Thomas Wartet“ Tom Waits-Songs gnadenlos auf Deutsch, und das Konzert der Rumänischen Gypsy-Band Fanfare Ciocǎrlia (bekannt aus Fatih Akins Film „Gegen die Wand“) – sorgen für besondere und außergewöhnliche Abende.
Das Programm der Jungen Woche, die aus dem IMF-Programm nicht mehr wegzudenken ist, gibt nicht nur den jüngeren Zuschauern Gelegenheit, Theater aus ganz Europa zu sehen und zu erleben. Das Programmkino Caligari zeigt ausgewählte Filme, die sich thematisch oder ästhetisch auf die eingeladenen Produktionen beziehen.

