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Missglückter Flug

in Düsseldorfer Schauspielhaus
Uraufführung/Premiere am 18. September 2010
In einem ländlichen Sommer besucht die gefeierte Schauspielerin Arkadina ihren Bruder Sorin. Die komplexen Beziehungen zwischen den Charakteren, insbesondere zwischen Arkadina, ihrem Geliebten Trigorin und ihrem Sohn Konstantin, führen zu tragischen Wendungen und unerfüllten Träumen.

Sommer auf dem Lande. Arkadina, eine gefeierte Schauspielerin, besucht ihren Bruder Sorin auf ihrem Gut. Begleitet wird sie von ihrem Geliebten Trigorin, einem berühmten Schriftsteller. Ihr Sohn Konstantin hat ebenfalls schriftstellerische Ambitionen. Er liebt Nina, die Schauspielerin werden will, und sich in Trigorin verliebt. Nina führt Konstantins avantgardistisches Theaterstück auf, das bei der Landgesellschaft nicht auf Verständnis trifft. Seine Mutter hält das Ganze für einen Witz. Der Lehrer Medwenko liebt Mascha, die Tochter des Gutsverwalters, die wiederum Konstantin liebt. Keiner führt das Leben, das er führen möchte.

Das ist eine tragische und melancholische, aber für Tschechow zugleich auch komische Geschichte. Konstantin schießt eine Möwe und legt sie Nina zu Füßen, mit der Bemerkung, dass er sich auf die gleiche Weise töten will. Trigorin findet angesichts der Möwe ein Sujet für eine Erzählung. Zwei Jahre später zeigt sich, dass sich die düsteren Visionen bewahrheitet haben. Nina ist Trigorins Geliebte gewesen, hat ein Kind zur Welt gebracht, das gestorben ist, wurde Schauspielerin mit mäßigem Erfolg und schlägt sich an Provinzbühnen durch. Trigorin ist zu Arkadina zurückgekehrt. Konstantin hat als Schriftsteller Erfolg und liebt weiterhin hoffnungslos Nina. Das Stück endet mit der Nachricht von Konstantins Selbsttötung.

Tschechow ist ein großer Meister der Darstellung dieser von Schwermut getränkten Lebensweise. Allein Amelie Niemeyer gelingt es nicht in ihrer Inszenierung, das plausibel umzusetzen. Statt Hinterfragung der Rollenbehauptungen und Feinzeichnung müssen ihre Schauspieler mit übertriebener Gestik agieren. Einzig der Figur des Sorin (Fritz Schediwy) versteht sie etwas Komik einzuhauchen. Und die Schauspielszene zu Beginn des ersten Aktes schlägt durch poetische Bilder in Bann. Ansonsten wirkt ihre "Möwe" reichlich flügellahm.

Mitwirkende

Stefanie Seitz(Bühnenbild)
Kirsten Dephoff(Kostümbild)
Fritz Feger(Komponist/in)
Carolin Losch(Dramaturgie)
Natalia Belitski(Schauspieler/in)
Michele Cuciuffo(Schauspieler/in)
Esther Hausmann(Schauspieler/in)
Claudia Hübbecker(Schauspieler/in)
Stefan Kaminsky(Schauspieler/in)
Ilja Niederkirchner(Schauspieler/in)
Fritz Schediwy(Schauspieler/in)
Maria Schrader(Schauspieler/in)
Götz Schulte(Schauspieler/in)
Natalia Belitski(Schauspieler/in)
Michele Cuciuffo(Schauspieler/in)
Esther Hausmann(Schauspieler/in)
Claudia Hübbecker(Schauspieler/in)
Stefan Kaminsky(Schauspieler/in)
Ilja Niederkirchner(Schauspieler/in)
Fritz Schediwy(Schauspieler/in)
Maria Schrader(Schauspieler/in)
Götz Schulte(Schauspieler/in)
Fritz Feger(Komponist/in)

Spielzeiten

Samstag, 18. September 2010 (Premiere / Uraufführung)

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