MACBETH
Tragödie von Heiner Müller nach Shakespeare
"Macbeth" ist eines der bekanntesten Werke Shakespeares. In der Übersetzung von Heiner Müller wird daraus eine Parabel über die Machtgier der Menschen, über die Frage nach Vorherbestimmung des Schicksals bis hin zu Sünde und Schuld als ewigem Menschheitsthema.
Was es bedeutet, sich zum Opfer und Agenten der Angst machen zu lassen, zeigt Regisseur Dirk Löschner in einer zeitlosen Neuinterpretation.
THELMA UND LOUISE
von Sabine Kuhnert nach dem gleichnamigen Film
Das Leben der Freundinnen Thelma und Louise ist alles andere als perfekt. "Niedriglohnsektor" trifft auf "zu Untätigkeit verdammt" und privat sieht es auch nicht gerade rosig aus. Ein Wochenendtrip soll zumindest vorübergehend Abhilfe schaffen. Doch die Suche nach Spaß treibt Thelma direkt in die Arme eines Vergewaltigers und ein platzierter Schuss von Louise auf dessen Kopf macht jede Rückkehr in die Normalität unmöglich. Lebenslänglich oder Flucht?
Louise gibt Gas. Louise kann nicht und Thelma will nicht in ihr altes Leben zurück und so machen sich beide auf den Weg in ein neues, vielleicht besseres Leben. Unterwegs erleben sie, wie sich Freiheit anfühlt, entdecken ungeahnte Talente und lassen sich nichts mehr gefallen. Was haben sie schon zu verlieren...
Auf den Spuren von Thelma und Louise träumen zwei Frauen einen Abend lang von Flucht, Befreiung, Angstfreiheit, der großen Freiheit und einem neuen Leben in Mexiko.
NACH DEM ENDE
Modernes Drama von Dennis Kelly in der Übersetzung von Thomas Rach
Zwei Menschen - eine Frau und ein Mann - sind auf engstem Raum aufeinander angewiesen. Wie verhalten sie sich, wenn Vertrauen verloren geht, wenn Abhängigkeit umschlägt in Machtbewusstsein und dieses in Machtmissbrauch? Sie wandern auf dem schmalen Grad zwischen angedrohter Brutalität und tatsächlicher Gewalt. Dabei eint beide jedoch eines: eine große Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe.
Der englische Autor Dennis Kelly, geboren 1970, wurde von Theater heute bereits zweimal zum besten ausländischen Autor des Jahres gekürt. Seine Stücke behandeln schonungslos soziale Realitäten unserer Zeit. Zehn Jahre nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center reflektiert das TdA mit "Nach dem Ende" die Verwandlung der Demokratie in eine Diktatur der Angst.

