Doch Dormont hatte eigentlich andere Pläne: Er bestimmte Dorvils Freund Blansac als Bräutigam für Giulia. Nun versucht die junge Frau, Blansac mit ihrer Cousine Lucilla zu verkuppeln. Sie selbst muss sich zudem mit einem weiteren aufdringlichen Verehrer herumschlagen. Mithilfe ihres schusseligen Dieners Germano, der zwar einige Verwirrungen stiftet und für fast unlösbare Missverständnisse sorgt, schafft sie es, von ihrem Vormund sowohl ihre heimliche Ehe gutheißen zu lassen, als auch den Segen für das neue Hochzeitspaar Blansac und Lucilla zu erhalten. Bis zu diesem doppelt glücklichen Ende durchlaufen die sechs Protagonisten allerdings sämtliche Hochs und Tiefs in Liebesdingen.
Schon Stendhal erkannte die große Qualität von Rossinis Jugendwerk und bezeichnete es als eine „Apotheose des Fantastischen“; der Komponist habe seine Oper mit allen Bizarrerien und Extravaganzen gefüllt, die man sich nur vorstellen könne. In der Inszenierung des jungen italienischen Regisseurs Damiano Michieletto, der unlängst mit viel Erfolg am Rossini Festival in Pesaro gezeigt wurde, steht für einmal Rossinis Welt tatsächlich Kopf, und die Figuren – allesamt am Rande eines Nervenzusammenbruchs – werden mit großer Lust durch das Chaos der Intrigen, Verwechslungen und Missverständnisse geführt.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

