Ausgehend von Franz Schuberts berühmtem Liederzyklus durchwandert die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek schreibend den Wahnwitz unserer Gegenwart, um in ihrer eigenen Vergangenheit anzukommen.
Entstanden ist dabei eines ihrer persönlichsten und anrührendsten Werke: Ein polyphoner Assoziationsstrom über das Fremdsein in der Welt und dem eigenen Leben gegenüber, über Vergänglichkeit und Vergeblichkeit, Einsamkeit und Verlust; letztlich auch eine ironische Selbstabrechnung Jelineks mit ihrer Rolle als Autorin, die nicht müde wird, das immer gleiche Lied zu singen.