In Enzensbergers Übersetzung wird der klassische Text auf amüsante Weise ins Heute übertragen. Die Auseinandersetzung mit Heuchelei und Einsamkeit findet in dieser Neuinterpretation einen aktuellen Ausdruck.
„Das ist doch nicht ihr Ernst! Man publiziert,/ wird überschätzt, verleumdet, falsch zitiert,/ mit Hinz und Kunz in einen Topf geschmissen/ und endlich von den Medien verschlissen./ ein ziemlich zweifelhaftes Gütesiegel!/ Selbst mein Friseur steht neuerdings im Spiegel.“
Ein „intellektuelles und lyrisches Zauberkunststück.“ (Benjamin Henrichs)
„Enzensberger brilliert wieder. Er geht den alten Versen mit einem Geschick und Witz zu Leibe, die beide immer wieder verblüffen und erheitern. … Der alte Spaß hat eine neue Grauenhaftigkeit gewonnen, eine aktuelle Dimension. Enzensberger hat vorzüglich gearbeitet.“ (Die Welt)