Alles in Irmas Haus ist Schein. Die Realität ist nach draußen verbannt. Als aber die äußere Ordnung durch einen Aufstand ins Wanken gerät, müssen Irmas Kunden mit dem, wovon sie im Geheimen geträumt haben, ernst machen: Sie müssen die Funktionen, die sie sich im geschützten Raum angemaßt haben, tatsächlich übernehmen.
Genet jongliert mit den Definitionen von Wirklichkeit und Spiel. Unverrückbare Wahrheiten verweigert er dem Zuschauer, stattdessen hebt er jede Tatsache durch die Behauptung der nächsten auf. Wahr ist, dass alles Lüge ist.
Ein Stück über soziale Konstrukte und über das Wesen von Theater.
Übersetzung von Georg Schulte-Frohlinde.
Regie: Thomas Dannemann, Bühne: Cary Gayler, Kostüme: Regine Standfuss, Musik: Michael Wertmüller, Dramaturgie: Beate Seidel.

