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Was ihr wollt

in Theater in der Pasinger Fabrik
Uraufführung/Premiere am 29. Dezember 2011
In Shakespeares Komödie entfaltet sich ein verworrenes Liebesnetz, in dem Herr O. Frau O. liebt, während diese ihr Herz einem anderen zuwendet. Verwicklungen und Missverständnisse prägen die Geschichte, die in einer Welt voller Täuschungen und Obsessionen spielt.

Sonst gäb 's da noch einen eifrigen Hüter von Moral & Ordnung, der auch wen liebt und sich zur Gaudi aller unsterblich lächerlich macht. Wie 's halt so geht in der Liebe. Und dann noch einen, der ist zu blöd, um geradeaus zu gehen, meint aber auch, jemanden lieben zu müssen (zumindest ehelichen). Ein Käfig voller Narren. (Nur der, der sich Narr nennt: der ist gar keiner.)

Ein wahnwitziger Geist weht durch den Schauplatz dieses Kunst-Stücks, Illyrien, an dessen Strand es eine junge Frau nach einem Schiffbruch spült. Ihren Zwillingsbruder fraß das Meer (glaubt sie). Gefräßig wie das Meer, glaubt der Landesfürst, sei seine Liebesleidenschaft zur jungen Gräfin. Die jedoch will sich für die nächsten sieben Jahre in Trauer panzern (ihr Bruder starb wohl definitiv). Die junge Gestrandete mutiert zum jungen Mann in Diensten des Fürsten, dem sie auf der Stelle verfällt, während er sie/ihn zum Liebesboten kürt, ausersehen, der Gräfin die fürstliche Passion vorzuagieren. Was deren Panzer schmelzen lässt, doch nicht in Richtung Fürst…

Sinnenwahn und Wahnsinn, Obsession und Amour fou, die Welt als Wahn und Täuschung. Ob Männlein oder Weiblein, wahre oder irre Liebe: Alles zerfließt; kein Halt, nirgends. Nichts, was so ist, ist so, spricht der Narr sehr weise. Man stelle sich einen Zerrspiegel in unruhig kreiselnder Bewegung vor, so hat man das Spielzeug, das Shakespeare mit Was ihr wollt geschaffen hat. (Harold Bloom)

Die Zwölfte Nacht… nach Weihnachten: der 6. Januar; auch: Epiphanias ('Erscheinung'); Hochneujahr; Höhepunkt der Rau(h)nächte mit der Wilden Jagd; die Nacht, in der man sich Stärk' antrinken tat fürs Jahr und schließlich Dreikönigsfest mit dem Brauch des Dreikönigskuchens ('King Cake') samt eingebackenen Glücksbringern.

In der englischen Tradition war die Zwölfte Nacht Höhepunkt und Abschluss weihnachtlicher Lustbarkeiten mit ausufernd karnevaleskem Treiben: Unter Leitung des Lord of Misrule stand die Welt Kopf, wurden die Grenzen von Geschlecht und Status überschritten – bis der Kater des nächsten Tages die Ausschweifer in die eigenen Schranken zurückholte…

Shakespeares Komödie 'Twelfth Night' (Untertitel 'What You Will') wurde als Zwölfte-Nacht-Unterhaltungsstück geschrieben. Die erste registrierte Aufführung fand am 2. Februar (Lichtmess) 1602 statt.

Mitwirkende

Hubert Bail(Schauspieler/in)
Theresa Bendel(Schauspieler/in)
Hannes Berg(Schauspieler/in)
Margrit Carls(Schauspieler/in)
Deborah Müller(Schauspieler/in)
Katrin Wunderlich(Schauspieler/in)
Stephan Joachim(Lichtdesign)
Marcus Tronsberg(Komponist/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 29. Dezember 2011 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 31. Dezember 2011
Samstag, 31. Dezember 2011

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