Die Songs steuerte Rocklegende Tom Waits bei, und die Texte stammen von William S. Burroughs, dem Kultautor der Beatgeneration. 1990 in Hamburg uraufgeführt, eroberte The black rider als groteskes Spiel zwischen Teufelspakt und Showbusiness, Junkieleben, Musicalseligkeit und Waffenkult erfolgreich die internationalen Bühnen.
Der Schreiber Wilhelm ist in die hübsche Förstertochter Käthchen verliebt. Doch Vater Bertram favorisiert den Jägerburschen Robert als künftigen Gatten, denn nur wer erfolgreich einen sogenannten "Probeschuss" meistert, gewinnt die Försterei und Käthchens Hand. Voller Ehrgeiz möchte sich Wilhelm als Waidmann erweisen, aber je näher die Probe rückt, desto unsicherer werden seine ohnehin bescheidenen Schießkünste. In seiner Verzweiflung nimmt er von einem geheimnisvollen Fremden namens "Stelzfuß" Kugeln an, die ihr Ziel nie verfehlen. Schnell gewöhnt sich Wilhelm an die magischen Helfer und braucht Nachschub. Stelzfuß zeigt nun aber sein wahres Gesicht – es ist das des Teufels, des schwarzen Reiters. Er gesteht Wilhelm sechs Treffer zu, den siebten Schuss will Stelzfuß selber ins Ziel lenken. Und so trifft im alles entscheidenden Wettstreit zwischen den Freiern die siebte von Wilhelm abgefeuerte Kugel das Herz Käthchens.

