Für ihren lasterhaften Lebenswandel soll Manon schließlich in der Verbannung in Amerika büßen, wohin sie der treue Des Grieux begleitet. Doch auch dort treibt Manons Flatterhaftigkeit beide zur Flucht. In der Wüste, am Ende ihrer Kräfte, gesteht Manon Des Grieux ihre aufrichtige Liebe.
War es ein cleverer Schachzug oder ein riskantes Wagnis von Giacomo Puccini, nach dem »Edgar« seiner nächsten Oper Abbé Prévosts Roman zugrunde zu legen, den erst kurz zuvor Jules Massenet unter dem Titel »Manon« äußerst erfolgreich vertont hatte? Der ewige Kampf von Tugend und Laster, die Emotionen, die das Handeln der Protagonisten mehr bestimmen als ihr Verstand und sie damit langsam in den Abgrund treiben, galten auch Puccini als Erfolgsgarant. Nicht weniger als acht Librettisten, darunter auch Ruggero Leoncavallo, feilten fast drei Jahre lang an der Textfassung, bis sie die Ansprüche des Komponisten zufriedenstellte. Eindrucksvoll unterstreicht Puccinis Musik in ihrer melodischen Kraft und ihrer intensiven, teilweise veristischen Gefühlssprache den tragischen, emotionsgeladenen Stoff. Die Uraufführung am 1. Februar 1893 in Turin leitete Puccinis außeritalienische Karriere ein. Mit »Manon Lescaut« gelang ihm der künstlerische Durchbruch auf internationalem Parkett.
Dramma lirico in vier Akten von Giacomo Puccini. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Eine Koproduktion zwischen dem Opernhaus Graz und der Sächsischen Staatsoper Dresden.
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden.
Kostenlose Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

