Sie lebt im und für den Augenblick, gibt sich ganz dem hin, was sie gerade fühlt. Dabei ist sie aber auch gesellschaftliche Außenseiterin, entwurzelt, in der Fremde. Als sie sich in den Sergeanten José verliebt, scheint ihr vorübergehend, als könne sie ein neues Leben anfangen. Auch José entdeckt eine Intensität im Leben, wie er sie vorher nicht kannte. Doch beide müssen einsehen, dass ihre Hoffnungen nur Illusion sind. Als der Torero Escamillo auf den Plan tritt, kommt es zur Katastrophe.
Bizet zeichnete in „Carmen“ darüber hinaus ein genaues Bild des Milieus, dem Carmen angehört. Bizet wollte das Leben so auf die Bühne bringen, wie es ist – mit all seinen Verlockungen und all seinen Härten.
„Carmen“ ist eine der meistgespielten Opern auf den Bühnen der Welt. Manche sagen, die meistgespielte überhaupt. Das liegt sicher vor allem an der Hauptfigur Carmen. Am Staatstheater Cottbus interpretiert Marlene Lichtenberg die Titelrolle. Regie führt Matthias Oldag, der auch für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet. Oldag ist dem Cottbuser Publikum durch seine Inszenierung des „Rosenkavalier“ bekannt.
Die nächsten Vorstellungen: 13. Oktober, 19.00 Uhr; 6. November und 5. Dezember, jeweils 19.30 Uhr;
Ticket-Telefon: 0355/ 7824 24 24

