Bis vor ein paar Monaten trat ein Junge in den Gemeindesaal und eröffnete das Feuer. Sein terroristisches Motiv: Auslöschung einer verweichlichten Gesellschaft. Claire hat überlebt, aber in ihr altes Leben findet sie nicht mehr zurück. Ihr Wunsch, die Tat zu begreifen, den Jungen zu verstehen, gerät zur Besessenheit, doch je weiter Claire forscht, umso uneindeutiger werden die Erklärungen, umso mehr entzieht sich das Böse dem Begreifen.
»Die einzigen Mittel, die ich habe, sind Kunst oder Gewalt. Ich war nie gut im Zeichnen«. Diese Rechtfertigung des Jungen in Greigs »Die Ereignisse« soll nicht unbeantwortet stehen bleiben. Die Kunst setzt Zeichen: Im Vorfeld der Inszenierung und probenbegleitend wird Regisseur Ludger Engels an einem öffentlichen Ort allen Menschen, die Lust haben, regelmäßig die Möglichkeit bieten, gemeinsam zu singen. Der so entstehende Bürger-Chor wird in die Inszenierung eingebunden.

