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Das Erbe - Eine Assoziation zum NSU

Uraufführung/Premiere am 22. Juni 2017
Seit vier Jahren werden am Oberlandesgericht München die Morde der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ verhandelt. Doch könnte die Verurteilung der Schuldigen eine kathartische Reinigung der Gesellschaft herbeiführen?

Weisen die zahllosen, ihre Deutung erwartenden Indizien nicht vielmehr darauf hin, dass der Prozess selbst nur ein Detail in den wild wuchernden Verstrickungen einer eben nicht abschließend zuzuordnenden Schuld ist?

„Das Erbe“ assoziiert ausgehend von diesem Thema der Schuld eine Gemeinschaft, die der Gegenwart entfremdet ist und die alle Antworten immer in der Vergangenheit sucht. In Olga Bachs Text verständigt sich diese Gemeinschaft ausschließlich über ihr gemeinsames kulturelles Erbe, über das Archiv der deutschen Kulturgeschichte. Muss dieses Erbe gewaltsam geopfert werden für die Möglichkeit eines neuen Anfangs? Der Regisseur Ersan Mondtag, mit den Inszenierungen „Tyrannis“ und „Die Vernichtung“ (ebenfalls ein Text von Olga Bach) zuletzt zweimal in Folge zum Berliner Theatertreffen eingeladen, lässt in „Das Erbe“ mit düster-romantischer Bildgewalt die Vergangenheit zur Zukunft werden. „Die Schuld ist immer zweifellos“.

Mitwirkende

Olga Bach(Autor/in)
Thomas Hauser(Schauspieler/in)
Jelena Kuljić(Schauspieler/in)
Jonas Grundner-Culemann(Schauspieler/in)
Tina Keserovic(Schauspieler/in)
Lena Lauzemis(Schauspieler/in)
Damian Rebgetz(Schauspieler/in)
Wiebke Puls(Schauspieler/in)
Rainer Casper(Bühnenbild)
Teresa Vergho(Kostümbild)
Florian Seufert(Videodesign)
Max Andrzejewski(Komponist/in)
Tarun Kade(Dramaturgie)

Spielzeiten

Donnerstag, 22. Juni 2017 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 24. Juni 2017
Dienstag, 27. Juni 2017
Mittwoch, 28. Juni 2017
Sonntag, 02. Juli 2017
Dienstag, 04. Juli 2017

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