Und die technischen Errungenschaften, das sind die Nährstoffpräparate, das Beamen und vieles mehr, aber vor allem eben… ICH. ICH ist die Sprachsoftware der Augmented-Reality-Kontaktlinsen, welche ja mittlerweile ebenfalls aus keinem Auge mehr wegzudenken sind.
Nun ja, für uns jedenfalls nicht. Unsere Eltern sahen das anders. Sie schickten uns fünf auf einen Campingtrip in den Wald, ohne moderne Technik, aber vor allem ohne Augmented-Reality-Kontaktlinsen und… Ohne ICH. Sie sagten: „So wie wir damals“. Quasi auf Entzug.
Schwachsinn. Denn wie soll man bloß in einem Wald überleben? Wir wussten es jedenfalls nicht. ICH wusste es. Wir hatten versprochen, ICH nicht zu fragen. Aber was sollte schon passieren, in einem einsamen Wald, nur wir fünf und eine Software, die für alle nur das Beste will? Wir hatten ja keine Ahnung…
Ein Theaterstück von Bernard Paschke.
Bernard Paschke entdeckte schon früh seine Leidenschaft für die Bühne, gleichermaßen für Schauspiel und Regie wie auch für das Schreiben und alles andere, was mit dem Theater zu tun hat. Noch in der Schule inszenierte er Theaterstücke - mit den von ihm bearbeiteten und inszenierten „Känguru-Chroniken“ trat er mit seiner Theatergruppe beim spotlights-Festival für junges Theater auf. Nach dem Abitur schrieb er „Die Drei Musketiere – Ein Zwei-Mann-Stück“, mit dem er den Hausherren des Contra-Kreis-Theaters in Bonn, Horst Johanning, von sich überzeugen konnte und das er dort 2016 aufführte. 2017 wird er nun mit seinem Science-Fiction-Stück „ICH weiß…“ ein weiteres Gastspiel geben. Auch seine vier Mitspieler sind theaterbegeistert – und einige von ihnen wollen in nächster Zeit genau dieses Hobby zum Beruf machen.

