Im Mittelalter war die Länge eines Schuhs festgelegt, was Macht und Status symbolisierte. Elfriede Jelinek thematisiert in ihrem bissigen Text die Verbindung von Mode, Konsum und sozialer Ungleichheit.
Mode war und ist ein Zeichen der Macht. Auch heute, da sich Gesellschaftsgruppen nicht mehr an der Schuhlänge erkennen, sondern an Markenklamotten.
In ihrem bissigen und hochpolitischen Text widmet sich Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek diesem Thema. Kaufrausch und Designerware, Umweltzerstörung und prekäre Arbeitsverhältnisse, Weltmarktpreise und Erkenntnisphilosophie – mit virtuosem Sprachwitz spiegelt sie Mode als Phänomen des westlichen Wohlstands wider, der nicht zuletzt auf der Ungleichheit zwischen armen und reichen Nationen beruht.