Sprache ist immer unzureichend, wenn es darum geht, die Welt zu beschreiben. Besonders politische Sprache verkürzt und vereinfacht, um verständlich zu sein und Interessen durchzusetzen. In letzter Zeit wird der Ton jedoch härter, und das Verständnis von Wahrheit scheint mehr von Meinungen als von Fakten abzuhängen.
Die politische Sprache sucht nach ihrem Ausdruck zwischen dem strengen Bemühen um politische Korrektheit auf der einen Seite und dem Duktus des Das-wird-man-ja-wohl-noch-sagen-Dürfens auf der anderen.
Regisseur Sascha Flocken will gemeinsam mit dem JES Ensemble die Mechanismen der populistischen Sprache erforschen und eine Theaterproduktion für Jugendliche entwickeln.