Dabei geben sie aber ihre Individualität, ihr eigenständiges Denken auf und verlieren damit, was im Kern der Brüderlichkeit steckt: Menschlichkeit. Wer nicht Teil der alles zerstörenden Horde ist, wird ausgegrenzt, bis bald nur noch Behringer den Mut aufbringt, sich gegen die gewaltige Macht der Mehrheit zu stellen. Selbst seine Liebe zu Daisy zerbricht am Wahnsinn der Massenmanipulation.
Inspiriert von Eugène Ionescos absurdem Theaterstück „Die Nashörner“ erforscht das Salzburger Ballettensemble tänzerisch Fragen nach Menschlichkeit und Individualität versus Mitläufertum und Totalitarismus. In spannungsgeladenen Bildern zeigt es, welche Kraft der Einzelne entfalten kann, wenn er seinem Gewissen und seinen Idealen folgt – gegen Propaganda und den Druck der Masse.
1959 uraufgeführt, brachte „Die Nashörner“ dem rumänisch-französischen Dramatiker Eugène Ionesco (1909–1994) schlagartig den Welterfolg. Auf deutschsprachigen Bühnen wurde es als Metapher für den Nationalsozialismus interpretiert, Ionesco wollte jedoch deutlich tiefer gehen. Mit den Mitteln des Absurden Theaters thematisierte er das Totalitäre und den Konformismus jeder Art und sprach damit eine politische Warnung aus.
Schon oft begeisterten Alexander Korobko, Josef Vesely und Kate Watson mit ihren vielseitigen Choreographien das junge Publikum. So zeigte das Team mit „Der Zauberlehrling“, dass Tanz auf kleinem Raum große Wirkung entfalten kann. Nach „Der König von Narnia“ kommt nun zum ersten Mal eine Ballettproduktion speziell für Jugendliche ab 12 Jahren in die Kammerspiele.
Ab 12 Jahren

