Daniel Barenboim lädt zum 23. Mal zu den Festtagen ein. Nach sieben Jahren im Schiller Theater kehren sie zurück an die Staatsoper Unter den Linden, wo sie 1996 von ihm ins Leben gerufen wurden und seitdem jedes Jahr zahlreiche Besucher aus aller Welt anziehen. Auf dem Programm stehen fünf Opernvorstellungen, zwei Sinfoniekonzerte sowie ein Duo-Recital – alle dirigiert von Daniel Barenboim oder mit ihm als Solist am Klavier. Neben der Staatskapelle Berlin spielen die Wiener Philharmoniker, die Solisten des Konzertprogramms sind die Pianistin Martha Argerich, die Sängerinnen Anna Prohaska, Marianne Crebassa und Anna Lapkovskaja sowie die Schauspielerin Maria Furtwängler.
Die Festtage-Premiere ist eine Neuproduktion von Giuseppe Verdis »Falstaff«, in einer Inszenierung des italienischen Film- und Theaterregisseurs Mario Martone und mit Michael Volle in der Titelpartie. Richard Wagners »Parsifal«, in der erfolgreichen Produktion von Dmitri Tcherniakov, wird wiederaufgenommen – u. a. mit Andreas Schager in der Titelrolle, Nina Stemme als Kundry und René Pape als Gurnemanz. Bei beiden Produktionen sind die Staatskapelle Berlin und der Staatsopernchor zu erleben.
Das Konzertprogramm steht ganz im Zeichen von Gustav Mahler und Claude Debussy, die beide als Wegbereiter der Moderne gelten. Eröffnet werden die Festtage durch die Wiener Philharmoniker mit Mahlers 7. Sinfonie. Anlässlich des 100. Todestages von Debussy gibt die Staatskapelle Berlin gemeinsam mit ihrem Generalmusikdirektor ein Konzert allein mit Werken dieses Komponisten. Auf dem Programm stehen seine »Fantaisie« für Klavier und Orchester mit Martha Argerich als Solistin sowie sein monumentales Opus »Le Martyre de Saint Sébastien«, ein ʽMysterium in fünf Aktenʼ auf einen Text von Gabriele D’Annunzio. Mit Anna Prohaska, Marianne Crebassa, Anna Lapkovskaja und Maria Furtwängler als Sprecherin sowie dem Staatsopernchor.
Ihren Abschluss finden die Festtage-Konzerte in einem Debussy gewidmeten Duo-Recital von Martha Argerich und Daniel Barenboim. Hierbei kommen seine originalen Klavierkompositionen zur Aufführung. Eröffnet wird das Programm des Nachmittags von der Ouvertüre zu Richard Wagners »Der fliegende Holländer«, die Claude Debussy 1890 transkribiert hat.


