Doch die möchte einen anderen. Ihre Brüder rauben sie dem Bräutigam und bringen sie zu ihrem Geliebten. Da rast der Vater und erschlägt im Zorn einen seiner Söhne. Der Kaiser aber heiratet die ärgste Feindin seines Feldherrn, die Gotenkönigin Tamora. Alle Pläne des Strategen schlagen fehl, und nun muss er mitansehen, wie die Gotenkönigin ihn, seine Macht und seine Familie zerstört.
Heiner Müller hat das Stück „Titus Andronicus“ von Shakespeare neu übersetzt und mit kommentierenden Reden versehen. Die Goten sind für ihn Bewohner der ausgebeuteten und unterdrückten Erdteile, die eines Tages in den Zentren der Supermächte ankommen und ihren Anteil am geraubten Reichtum fordern. Sein Stück stellt Fragen, die heute aktueller sind denn je.
Inszenierung Stephan Suschke
Bühne Momme Röhrbein
Kostüme Angelika Rieck
Dramaturgie Andreas Erdmann

