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Von der langen Reise auf einer heute überhaupt nicht mehr weiten Strecke

Uraufführung/Premiere am 18. Mai 2018
Fünf Frauen, Mutter und Töchter, erinnern sich an die Zeit des Ausreiseantrags in der DDR der 80er Jahre. Sie reflektieren über ihre Hoffnungen, Ängste und die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung.
© Sebastian Hoppe

Fünf Frauen, Mutter und Töchter, erinnern sich: Packlisten wurden geschrieben, Reisetaschen, Kartons und Koffer gefüllt. Und immer wieder die Zweifel, ob es richtig ist zu gehen. Die Observation, die Einschüchterungen der Staatssicherheit, die Schikanen der Lehrerin, denen die Kinder ausgesetzt sind; die zermürbende Ungewissheit, ob dem Ausreiseantrag jemals stattgegeben würde und wann – bis der ersehnte Tag endlich gekommen ist.

Das Stück der 1975 in Halle geborenen Autorin Henriette Dushe setzt Jahrzehnte danach ein. Die Mutter ist alt geworden inzwischen, die Töchter sind erwachsen. Gemeinsam versuchen die Frauen, ihren Standort zu bestimmen. Was hat sich eingelöst von all den Hoffnungen und Erwartungen? Was wird die Zukunft bringen? Worüber wird geschwiegen? Eine jede definiert sich über das, was sie für ihre Geschichte hält. Aber die Erinnerungen der fünf Frauen wollen sich nicht zu einem Bild fügen. Kein Wunder, trug die Jüngste doch noch Windeln, als die Reise begann, während die Ältere das Gewissen quälte, ihre Großeltern im Stich gelassen zu haben. Was allen gemeinsam ist, ist die Sehnsucht nach Freiheit, nach Solidarität und Selbstbestimmung, die bis heute ungebrochen ist.

Mitwirkende

Luise Aschenbrenner(Schauspieler/in)
Ursula Hobmair(Schauspieler/in)
Hannah Jaitner(Schauspieler/in)
Imogen Kogge(Schauspieler/in)
Fanny Staffa(Schauspieler/in)
Bettina Kletzsch(Kostümbild)
Hanne Lenze-Lauch(Kostümbild)
Jonas Meyer(Komponist/in)
Fabian Ristau(Komponist/in)
Christine Besier(Dramaturgie)

Spielzeiten

Freitag, 18. Mai 2018 (Premiere / Uraufführung)

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