Die Parallelwelt ist die Geschichte eines Lebens, das sich selbst begegnet; eine Erzählung, in der Geburt und Tod, Kindheit und Alter, Liebe und Abschied einander fremd gegenüberstehen und doch miteinander verbunden sind – erzählt zeitgleich von zwei Ensembles in zwei identischen Bühnenwelten. Getrennt sind sie durch 420,62 km Luftlinie über Städte, Mittelgebirge und Flüsse hinweg, verbunden jedoch durch eine Glasfaserleitung, die ihren Kommunikationsabstand in Lichtgeschwindigkeit auf einen einzigen Punkt reduziert.
Und wenn sich dieser raumüberwindende Korridor zwischen den beiden Welten einmal aufgetan hat und sich das Leben selbst verdoppelt sieht, dann öffnet sich auch ein Riss in der Zeit – und die Gegenwart wird heimgesucht von den Geistern der Vergangenheit und der Zukunft. Welche Alternativen hätten wir gehabt? Und gibt es einen Weg, dem Schicksal zu entkommen?
Nach Das Goldene Zeitalter und Die Borderline Prozession entwickeln Kay Voges und Alexander Kerlin wieder gemeinsam einen Theaterabend – diesmal in Koproduktion und als Parallelaufführung zwischen dem Berliner Ensemble und dem Schauspiel.


