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Kommt ein Pferd in die Bar

Uraufführung/Premiere am 05. September 2018
Dov Grinstein ist Stand-up-Comedian und Alleinunterhalter, der in einem Industriegebiet auftritt. Mit tabulosem Humor konfrontiert er sein Publikum mit der Shoah und der politischen Situation in Israel.
© Bernd Uhlig

Dov kämpft fast zwei Stunden mit Furor um die Aufmerksamkeit der Leute, niemand darf verloren gehen. Denn er hat mehr zu bieten als eine gelungene Show: Er muss von seinem „persönlichen Tschernobyl“ berichten, von dem Trauma, der Schuld, die sein Leben vergiftet hat. Dov legt Rechenschaft ab. Der Schutzpanzer „Humor“, mit dem er sich wappnen musste, hat ihn überleben, aber auch verhärten lassen, gegen die Geschichte seines Landes, den unfassbaren Schmerz, an dem fast jede Familie zu tragen hat, gegen die „angelernte“ Gleichgültigkeit im tödlichen Konflikt mit den „Arabern“. Der Saal leert sich, nicht alle können und wollen dieser Sehn-Sucht der Entblößung der „netten, fröhlichen Witzkanone“ folgen.

David Grossman, einer der bedeutendsten Erzähler Israels, schuf mit Dov Grinstein eine Figur, die stets aus der Not heraus spricht und die von einer willkürlichen „äußeren Kraft, die mit Gewalt in das Leben eines Menschen, einer Menschenseele, eindringt“, zugerichtet wurde – und sich befreit.

Mitwirkende

Kamila Polívková(Kostümbild)
Tommy Hojsa(Komponist/in)
Krisha Piplits(Lichtdesign)
Samuel Finzi(Schauspieler/in)
Mavie Hörbiger(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Mittwoch, 05. September 2018 (Premiere / Uraufführung)

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