Doch hinter der scheinbar undurchdringbaren Mauer des Narren verbirgt sich ein liebendes Herz und ein großes Geheimnis: Rigolettos heranwachsende Tochter Gilda, die er vor den Zugriffen des Hofes, insbesondere vor denen des auf Mädchen und Frauen immer hungrigen Herzogs, versteckt hält. Eines Tages aber lässt sich Gilda nicht mehr vor der Welt aussperren, ihre Sehnsucht treibt sie geradewegs zum Herzog. Und ein Fluch, der auf Rigoletto lastet, beginnt zu wirken.
»La maledizione«, der Fluch – so sollte nach Giuseppe Verdis Idee auch der Titel des Werkes lauten. Doch verschob sich nach zensurbedingten Umarbeitungen der politisch brisanten und in Frankreich verbotenen Dramenvorlage Victor Hugos der Fokus auf die musikalisch wie szenisch farbenreiche und hochkomplexe Gestaltung des Narren Rigoletto.
Die Uraufführung der Oper 1851 in Venedig kennzeichnet den Beginn von Verdis mittlerer Schaffensperiode und internationaler Künstlerkarriere.
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Versdrama »Le Roi s’amuse« von Victor Hugo in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

