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Lenz

in Theater Aachen
Uraufführung/Premiere am 20. September 2018
Jakob Michael Reinhold Lenz ist ein Mensch der Extreme, von Goethe verschmäht und zeitlebens erfolglos. Georg Büchner greift seinen Fall auf und lässt dessen Lebensweg in einer atmosphärisch dichten Erzählung lebendig werden.

Büchner, Schriftsteller und Arzt, diagnostiziert Lenz schon 1839 auf modernste Weise: Es ist das, was wir heute als bipolare Störung bezeichnen – Manie und Depression im schnellen Wechsel, Unruhe und Angstzustände, Wahnvorstellungen, Suizidgefahr.

Heute haben wir begonnen, dieses „Krankheitsbild“ der zersplitternden Existenz weniger als tabu-belegtes persönliches Schicksal zu betrachten, sondern auch als Reflex auf eine durchaus widersprüchliche Gesellschaft. Ob Lenz, Büchner, Beethoven, Charles Dickens, Sylvia Plath, Falco, Sinéad O’Connor, Amy Winehouse oder – jüngst mit seinem autobiografischen Roman über Bipolarität für den deutschen Buchpreis nominiert – Thomas Melle: Sie alle verweisen uns auf den Zusammenhang zwischen Sensitivität, unbestechlichem Blick auf die Welt, Kreativität und Wahn.

Inszenierung Jakob Arnold
Bühne und Kostüme Christian Blechschmidt
Dramaturgie Gesa Lolling

Mitwirkende

Raimund Bauer(Bühnenbild)
Sabrina Bosshard(Kostümbild)
Markus Keusch(Lichtdesign)
Karolin Trachte(Dramaturgie)
André Jung(Schauspieler/in)
Jan Bluthardt(Schauspieler/in)
Jirka Zett(Schauspieler/in)
Gesa Lolling(Dramaturgie)
Julian Koechlin(Schauspieler/in)
Simon Rußig(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 20. September 2018 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 30. September 2018

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