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Candide oder der Optimismus

in Kammerspiele
Uraufführung/Premiere am 14. September 2018
Candide lebt das schönste aller Leben in der besten aller möglichen Welten. Doch als er aus dem Schloss des Barons verbannt wird, beginnt für ihn eine Odyssee voller Kriege, Naturkatastrophen und menschlicher Grausamkeit.
© Thilo Beu

Das Beste an Candides Welt aber ist Kunigunde, die schöne Tochter des Barons. Diese liebt er in kindlicher Naivität aufrichtig und bedingungslos. Als sie ihn eines Tages aus jugendlichem Entdeckerdrang heraus küsst, wirft ihn der Baron mit einem Tritt aus dem Schloss und die beste aller Welten beginnt zu bröckeln.

Für Candide beginnt eine Odyssee aus Kriegen, Naturkatastrophen, Folter, Gefangenschaft und Sklaverei. Er wird von der Armee rekrutiert, gerät in das Erdbeben von Lissabon, das im Jahre 1754 die Menschen in ganz Europa in ihrem aufgeklärten Fortschrittsglauben erschütterte. Er lernt Machtgier, Grausamkeit, Feigheit und Undank kennen, die Rohheit der Menschen im Urzustand, die Willkür der Inquisition, die Profitgier und Mordlust der Goldsucher in Amerika. Er muss Krankheit und Schiffbruch erdulden und fällt Piraten in die Hände.

Er tötet und wird selbst fast getötet, kurz: er erleidet auf seinen Irrfahrten durch die Welt so viel Missgeschick, dass sein fester Glaube an die gut eingerichtete Welt ins Wanken gerät. Einzig das von menschlicher Habgier und Bosheit abgeschnittene ehemalige Inkareich Eldorado bietet einen friedlichen Zwischenhalt auf seiner Reise.

In blitzschnellen Episoden durchwandert Candide tragische Abgründe und merkwürdige Begebenheiten. All das gibt Anlass zu vielen Betrachtungen – und so entsteht aus Schrecken und Komik ein philosophisches Welttheater als satirische Widerlegung der Leibnizschen Lehre von der besten aller Welten.

Mit Voltaires Candide eröffnet der neue Hausregisseur Simon Solberg die Spielzeit 2018/19. Bekannt ist Solberg dem Bonner Publikum bereits durch seine Inszenierungen von Büchners Woyzeck, BND – Big Data is watching you und Dürrenmatts Die Physiker.

Mitwirkende

Annina Euling(Schauspieler/in)
Annika Schilling(Schauspieler/in)
Wilhelm Eilers(Schauspieler/in)
Christoph Gummert(Schauspieler/in)
Timo Kählert(Schauspieler/in)
Daniel Stock(Schauspieler/in)
Alessandro Grossi(Schauspieler/in)
Fabian Lichottka(Schauspieler/in)
Gerrit Maybaum(Schauspieler/in)
David-Joshua Meißner(Schauspieler/in)
Lukas Berg(Musiker/in)
Philip Breidenbach(Musiker/in)
Franziska Harm(Kostümbild)
Sirko Lamprecht(Lichtdesign)
Nadja Groß(Dramaturgie)
Frederik Werth(Regieassistenz)
Maria Strauch(Kostümbild)
Maurice Höchst(Bühnentechnik)
Nina Dahl(Dramaturgie)
Gyda Löcher(Sonstiges)

Spielzeiten

Freitag, 14. September 2018 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 22. September 2018
Sonntag, 30. September 2018
Freitag, 05. Oktober 2018
Sonntag, 07. Oktober 2018
Mittwoch, 10. Oktober 2018
Sonntag, 14. Oktober 2018
Samstag, 20. Oktober 2018
Samstag, 27. Oktober 2018
Donnerstag, 08. November 2018

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