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Gas

in Stadttheater Augsburg (Hauptgebäude)
Uraufführung/Premiere am 28. September 2018
In drei Teilen schildert der Autor die Geschichte einer Industriellenfamilie, die ein Gaswerk betreibt. Über mehrere Generationen hinweg erleben sie den Aufstieg und Fall einer Dynastie und den existentiellen Kampf um die Utopie einer besseren Welt gegen die im Dienste des Fortschritts voranschreitende und augenscheinlich menschenverachtende Technisierung der Arbeitswelt.
© Kühlergebaeude Gaswerk, Jan-Pieter Fuhr

In dieser Familien-Saga stehen Männer aus drei Generationen in ihren unterschiedlichen (Arbeits-)Welten im Mittelpunkt – jeder hofft auf seine Art, alles richtig machen zu können und scheitert doch daran.

In »Die Koralle« ist es der Milliardär, der das Gaswerk hierarchisch leitet und sich mit seinem Sekretär einen Doppelgänger angestellt hat, um diesen bei öffentlichen Auftritten und Konflikten vorzuschicken. Als sein Sohn und seine Tochter ihn kritisieren und sich von ihm abwenden, sieht er nur noch einen Ausweg.

In »Gas I« übernimmt der Milliardärssohn: Er hat das Werk sozialisiert und die Arbeiter am Gewinn beteiligt. Als es am Tag der Hochzeit seiner Tochter zu einem Unfall kommt und die Fabrik explodiert, wird nach einem Schuldigen – dem Ingenieur – verlangt. Dessen für falsch gehaltene Berechnungen stimmen jedoch und der Milliardärssohn muss sich entscheiden.

In »Gas II« versucht ein Enkel des Milliardärssohns in der inzwischen verstaatlichten Fabrik, die nur noch für den Krieg produziert, die sinkende Produktivität der Arbeiter wieder zu steigern. Es kommt zum Aufstand und am Ende wird Giftgas produziert.

Bevor die neue brechtbühne im Gaswerk offiziell eröffnet wird, erwartet die Theaterbesucher ein außergewöhnliches Theaterereignis auf dem künftigen Kunst- und Kreativareal in Oberhausen. Regisseurin Antje Thoms, die in der vergangenen Spielzeit Hanoch Levins »Das Kind träumt« auf die brechtbühne brachte, wird Georg Kaisers in den Jahren 1917 bis 1920 entstandene »soziale Tragödie« im denkmalgeschützten Ambiente des sogenannten Kühlergebäudes inszenieren. Nach der Sanierung zieht die brechtbühne ins Ofenhaus. Das Kühlergebäude, in dem früher das heiße Rohgas abgekühlt wurde, diente nach der Stilllegung als Lagerraum und wird bis zur Fertigstellung der brechtbühne ebenfalls vom Theater genutzt. Weitere Gebäude werden für den Umzug der Künstlerinnen und Künstler vom Kulturpark West saniert.

Mitwirkende

Ute Radler(Bühnenbild)
Stefan Leibold(Komponist/in)
Sabeth Braun(Dramaturgie)
Andrej Kaminsky(Schauspieler/in)
Sebastian Müller-Stahl(Schauspieler/in)
Katja Sieder(Schauspieler/in)
Roman Pertl(Schauspieler/in)
Klaus Müller(Schauspieler/in)
Daniel Schmidt(Schauspieler/in)
Kai Windhövel(Schauspieler/in)
Ute Fiedler(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 28. September 2018 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 05. Oktober 2018
Donnerstag, 11. Oktober 2018
Mittwoch, 17. Oktober 2018
Freitag, 19. Oktober 2018
Samstag, 27. Oktober 2018
Samstag, 17. November 2018
Mittwoch, 21. November 2018
Sonntag, 02. Dezember 2018
Samstag, 08. Dezember 2018
Samstag, 29. Dezember 2018

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