Nur die Handlung der Oper, deren Verworrenheit unter Opernfans berühmt berüchtigt ist, hat wohl bisher verhindert, dass „Simon Boccanegra“ ebenso häufig gespielt wird wie etwa „La Traviata“ oder „Otello“ – ungleich berühmtere Werke Verdis aus der gleichen Zeit. Die Schwäche des Librettos offensiv und kreativ in einen Vorteil umzudrehen und Verdis musikalisches Meisterwerk für uns heute zugänglich zu präsentieren, ist Absicht der Regisseurin Magdalena Fuchsberger (und ihres Teams), die nichts Geringeres ankündigt, als mit „Simon Boccanegra“ den Abgesang des Patriarchats auf der Hagener Bühne zelebrieren zu wollen: Patriarchendämmerung im versöhnlichsten Verdi-Klang!
In italienischer Sprache mit deutschen Übertexten
Koproduktion mit dem Theater Lübeck
Musikalische Leitung Joseph Trafton
Inszenierung Magdalena Fuchsberger
Bühne Monika Biegler
Kostüme Kathrin Hegedüsch
Licht Achim Köster
Video Aron Kitzig
Chor Wolfgang Müller-Salow
Dramaturgie Francis Hüsers

