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Ein Maskenball – Un ballo in maschera

in Theater Bremen (Goetheplatz)
Uraufführung/Premiere am 21. Oktober 2018
In Giuseppe Verdis Oper geht es um Verschwörer, die dem König nach dem Leben trachten. Der Monarch, ein aufgeklärter Herrscher, unterschätzt die Bedrohung und gerät letztlich in eine fatale Situation. Die Handlung basiert auf einer wahren Begebenheit, die mit einer amourösen Dreiecksgeschichte verknüpft ist.

„Ein Maskenball – Un ballo in maschera“ ist mit seinen großen Ensembles, den profunden Arien und dem Wechsel zwischen beschwingten und tief-dramatischen Tönen eines der musikalisch interessantesten Werke von Verdi. Hier begehen gleich alle drei Sänger*innen in den Hauptpartien ihr Rollendebüt: Patricia Andress als Amelia, Luis Olivares Sandoval als Gustavo III. und Birger Radde als Renato.

Regisseur Michale Talke, in Bremen bestens bekannt durch seine Inszenierungen z.B. von „Rigoletto“ oder „Barbier von Sevilla“, geht es im Bühnenbild um das Thema Verstellung, Verkleidung, Fassade. „Gustavo tarnt seine Leidenschaft für die falsche Frau, die falsche Frau verbirgt ihre Liebe vor ihrem Ehemann, der Ehemann versteckt seine Rachegelüste. Selbst die Musik verkleidet sich und verbirgt die menschliche Tragödie hinter operettenhaft beschwingten Klangreiz. Und dann gibt es noch einen Maskenball. Hier sind aus einigen Verschwörern, die Rache an ihrem König nehmen wollen, auf einmal viele geworden, aus dem Nichts ist ein Schwarm entstanden, aus vielen Individuen ein Körper – fähig zu Exzessen von Gewalt und Panik, Enthusiasmus oder Grausamkeit. Und auch dieses Entstehen einer klammheimlich entstehenden Massenbewegung ist Thema der Inszenierung“, erläutert Brigitte Heusinger, Leitende Dramaturgin.

Die Musikalische Leitung hat der in Venedig geborene Marco Comin. Er studierte in seiner Heimatstadt am Conservatorio di Musica „Benedetto Marcello“ Klavier und Komposition sowie Geschichte an der Università Ca' Foscari und absolvierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin ein Dirigierstudium. Nach Engagements als Zweiter Kapellmeister am Deutschen Nationaltheater in Weimar und als Erster Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor am Staatstheater Kassel, war er Chefdirigent des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Von 2016 - 2018 arbeitete Comin u.a. auch an der Staatsoper Stuttgart und der Oper Graz. Am Theater Bremen wird er bei Verdis „Ein Maskenball“ debütieren und auch zum ersten Mal mit den Bremer Philharmonikern zusammenarbeiten.

„Ein Maskenball – Un ballo in maschera“ ist eine Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi, Text von Antonio Somma nach dem Drama „Gustave III. ou Le Bal masqué“ von Eugène Scribe; Uraufführung: 17. Februar 1859, Teatro Apollo, Rom.

Mitwirkende

Patricia Andress(Schauspieler/in)
Luis Olivares Sandoval(Schauspieler/in)
Birger Radde(Schauspieler/in)
Marco Comin(Musikalische Leitung)
Brigitte Heusinger(Dramaturgie)
Barbara Steiner(Bühnenbild)
Regine Standfuss(Kostümbild)

Spielzeiten

Sonntag, 21. Oktober 2018 (Premiere / Uraufführung)

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