Ed. Hauswirth, der 2014 mit der TAG-Produktion der diskrete charme der smarten menschen den Nestroy gewonnen hat, liefert erneut einen brisanten und pointierten Abend zu den großen Umbrüchen unserer Zeit. Komödiantisch thematisiert er 100 Jahre nach der Republiksgründung die Angst vor dem Zusammenbruch eines scheinbar stabilen Systems, an das wir bislang geglaubt haben.
Im Zentrum stehen dabei acht bekannte österreichische Intellektuelle (Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind völlig zufällig), die sich traditionell einmal im Jahr in einer Villa auf dem Semmering verabreden. Dort stehen sie fassungslos vor der Tatsache, dass die ideologische Gegenseite nun die öffentliche Hegemonie beansprucht und lecken an ihren Wunden.
Eine Stückentwicklung zu einem etwas anderen 100-Jahr-Jubiläum der Republik.
Der untergang des österreichischen imperiums oder die gereizte republik von Ed. Hauswirth und dem Ensemble sehr frei nach "Il Decamerone" von Giovanni Boccaccio. Eine Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof Graz.
Regie: Ed. Hauswirth. Text: Ed. Hauswirth und Ensemble. Bühne: Johanna Hierzegger. Kostüm: Christina Romirer. Dramaturgie: Tina Clausen, Isabelle Uhl. Regieassistenz: Renate Vavera. Kamera: Gregor Graschitz. Regiehospitanz: Alexander Schlögl.

