Den Titelhelden erlebt man als großzügigen Herrscher, der in der Lage ist, seinen Gegnern zu vergeben. Nach 25 Jahren kann der liebende Vater seine verloren geglaubte Tochter Amelia wieder in die Arme schließen. Doch am Ende wird er Opfer der Rache Paolo Albianis, der Amelia entführen wollte und von Simon dafür verflucht wurde.
Nach der Uraufführung 1857 in Venedig nahm Arrigo Boito umfangreiche Änderungen am Libretto vor, während Verdi seine Partitur komplett überarbeitete. In der Mailänder Fassung von 1881 kommen die Qualitäten von Verdis Musik – die Schönheit der Melodik, die lautmalerische und psychologische Orchestersprache sowie die eindringliche Charakterzeichnung der Figuren und Szenen – noch stärker zum Tragen.
Text von Francesco Maria Piave mit Ergänzungen von Giuseppe Montanelli nach einem Schauspiel von Antonio García Gutiérrez. Neufassung von Arrigo Boito.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Aufführungsdauer ca. 3 Stunden. Pause nach dem 1. Akt. Einführung eine halbe Stunde vor Beginn im Pausenfoyer.


