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August August, August

in Theater in der Pasinger Fabrik
Uraufführung/Premiere am 29. Dezember 2018
August möchte so schrecklich gerne Lipizzaner dressieren. Sein Lebenstraum steht jedoch unter dem strengen Blick des Direktors, der ihm unerfüllbare Bedingungen stellt. Doch der kleine Mann mit der unglaublichen Phantasie und dem nötigen Selbstvertrauen bewältigt die Herausforderungen und bringt damit eine Parabel über Macht und Träume auf die Bühne.

»Ich komme mir schon seit geraumer Zeit wie ein dummer August vor, der hinter dem Vorhang wartet, in die Manege gerufen wird, vom Herrn Direktor eine Ohrfeige einsteckt, sich verbeugt und verschwindet um weiterzumachen!«
Pavel Kohout 1966

Pavel Kohout wurde am 20. Juli 1928 in Prag geboren. 1946 trat er in die Kommunistische Partei ein, 1969 wurde er ausgeschlossen. Gemeinsam mit dem späteren Präsidenten der ČSR, Václav Havel, verfasste er 1977 das Gründungsdokument der Bürgerbewegung Charta 77. Für seine Teilnahme an dieser Bürgerinitiative hat man ihn im Jahr 1977 gemeinsam mit seiner Frau Jelena Mašínová seiner Wohnung in Prag zwangsweise verwiesen, im Jahr 1979 gegen seinen Willen nach Österreich abgeschoben und ihm die tschechische Staatsbürgerschaft aberkannt. Im folgenden Jahr erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft, im Jahr 1990 bekam er die alte zurück. Heutzutage ist er Staatsbürger zweier Mitgliedsländer der Europäischen Union. Er lebt, arbeitet und wählt sowohl in Prag als auch in Wien. Im Jahr 1969 wurde er für sein Theaterstück August August, August als "Dramatiker des Jahres" mit dem österreichischen Theodor-Czokor-Preis ausgezeichnet.
nach: www.pavel-kohout.com

Ist August dumm?
August ist schrecklich liebenswert. Und ein Magier: Er kann Puppen Leben einhauchen und spielend Kinder machen. Ist mit Haut und Haaren den Lipizzanern verfallen! Was er nicht begreift: Dass es Grenzen für ihn geben soll. Grenzen, die Zirkusdirektoren sich ausgedacht haben. Aber woher, bitteschön, soll ein August wissen, was ein Direktor im Kopf hat? Dinge wie: Wenn alle alles dürften, sei der Direktoren-Nimbus dahin? Das zu verstehen, ist August tatsächlich zu "dumm". Was ihm auch nicht in den Sinn kommt: Dass man ihn "vorführt". Dass alles, was er tut, um seinen Lebenstraum wirklich werden zu lassen, der Belustigung des Publikums dient. All die Schikanen - damit andere über ihn lachen? Unvorstellbar für August. August vertraut nämlich. Auf sich, auf die Seinen, auf alle. Voller Vertrauen lässt er sich nicht nur vorführen, sondern auch verführen, nämlich den Traum des "großen Mannes" zu träumen. Das ist sicher nicht besonders schlau.
Verdient er deshalb unseren Spott?

Was sollte auch sein, wenn die Auguste den Direktoren und Direktoren-Schergen, die hier Stallmeister heißen, auf die Schliche kämen? Sollten die Auguste dann etwa kündigen? "Ihre Zelte abbrechen"? Und worüber sollten wir dann noch lachen? Nein: Lasst die Auguste, wo sie sind! Lasst sie davon träumen, "Lippizaner zu frisieren": Das Ende ist grausig - aber wenigstens können wir mitleiden...

Deutsch von Lucie Taubová

Mitwirkende

Pavel Kohout(Autor/in)
Denis Fink(Schauspieler/in)
Judith Bopp(Schauspieler/in)
Marion Niederländer(Schauspieler/in)
Andreas Seyferth(Schauspieler/in)
Alexander Wagner(Schauspieler/in)
Marcus Tronsberg(Sänger/in)
Lucie Taubovà(Dramaturgie)

Spielzeiten

Samstag, 29. Dezember 2018 (Premiere / Uraufführung)
Montag, 31. Dezember 2018 (Sonderaufführung)
Montag, 31. Dezember 2018 (Sonderaufführung)

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