Im zweiten Teil des Abends ist Kurt Weills "Die sieben Todsünden" zu erleben. Sind Paradies und Hölle heute noch Gegensätze? Sind die sieben Todsünden nicht eher moderne Verhaltensnormen? Sieben Jahre reist Anna durch sieben Städte und muss sieben Sünden widerstehen: Faulheit, Stolz, Zorn, Völlerei, Wollust, Habgier und Neid. Sie muss Geld verdienen und sich Gefühlen und Wünschen enthalten, damit sich ihre Familie – musikalisch inklusive der Mutter ein Männerquartett – ein Häuschen leisten kann. Brecht und Weill taten sich nach "Mahagonny" noch einmal zusammen, um 1933 in Paris ein Stück herauszubringen, das die Mechanismen der Gewinnmaximierung charakterisiert und parodiert – mit Choral, Walzer, Blues, Foxtrott und Shimmy.
Doppelabend "Herzog Blaubarts Burg" und "Die sieben Todsünden"
Uraufführung/Premiere am 01. März 2019
Der symbolistisch aufgeladene Märchenstoff von Bartók und die provokante Erzählung von Weill ziehen die Zuschauer in ihren Bann. In "Herzog Blaubarts Burg" entblößt die rätselhafte Wortkargheit Blaubarts die Abgründe einer Beziehung, während Anna in "Die sieben Todsünden" sich den Herausforderungen der modernen Verhaltensnormen stellen muss.

Mitwirkende
Johannes Martin Kränzle(Schauspieler/in)
Vesselina Kasarova(Sänger/in)
Philipp Pointner(Musikalische Leitung)
Uwe Eric Laufenberg(Regie)
Matthias Schaller(Bühnenbild)
Susanne Füller(Kostümbild)
Andreas Frank(Lichtdesign)
Katja Leclerc(Dramaturgie)
Magdalena Weingut(Regie)
Katarzyna Szukszta(Kostümbild)
Oliver Porst(Lichtdesign)
Regine Palmai(Dramaturgie)
Nicola Beller Carbone(Schauspieler/in)
Florian Küppers(Schauspieler/in)
Ralf Rachbauer(Schauspieler/in)
Julian Habermann(Schauspieler/in)
Daniel Carison(Schauspieler/in)
Spielzeiten
Freitag, 01. März 2019 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 08. März 2019
Donnerstag, 14. März 2019

