Es sind faszinierende Welten, die der Komponist Georges Aperghis in seiner 2004 in Frankreich uraufgeführten Oper heraufbeschwört: Mentale Turbulenzen wie sie allegorisch in großen Geschichten wie Moby Dick oder King Lear aufblitzen, stehen neben spannungsgeladenen Stürmen, die jede Gewohnheit wegfegen und die bestehende Ordnung zerstören.
Aus der Beobachtung unserer Welt im Dauerzustand einer Rushhour, die es kaum möglich macht, sich auf eine einzelne Sache zu fokussieren, entwickelt der mit den höchsten künstlerischen Preisen wie dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig ausgezeichnete Komponist sein „wundervolles, Halluzinationen hervorrufendes Werk“ (Les Inrockuptibles). Diese Oper handelt nicht von einem Sturm, sondern ist selbst einer: überraschend, rücksichtslos und mitreißend.


