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Faust 2

Uraufführung/Premiere am 29. März 2019
Faust, das Ich-Monument, pflügt durch die Gegenwart. Ungeduldig will er mehr und beginnt eine wilde Fahrt über Raum und Zeit, während er sich durch die Menschheitsgeschichte frisst. Doch seine Unruhe bleibt, egal wohin er sich wendet.

Nichts füllt seine innere Leere, er bleibt unerlöst. Goethes faustisches Prinzip eines ungebändigten Strebens nach Landnahme, Unterwerfung und Dominanz kennt eigentlich nur eine, die göttliche, Grenze. Vom Weltenversteher wandelt sich Faust zum Welteneroberer und letztlich zum Schöpfer. Oder ist dies alles nur der delirierende Traum eines sterbenden, blinden Greises?

In einer multimedialen Installation in der Tradition seiner filmisch-theatralischen Essays packt der Dokumentarfilmer Konrad Kästner gemeinsam mit dem Regisseur Dariusch Yazdkhasti das zentrale literarische Werk der Deutschen bei den Hörnern. Ist es Prophetie, Menschheitsmythos, nationale Selbstermächtigung, Geburtsstunde des modernen Ich oder bereits Abgesang? Wo in dieser Trümmerlandschaft der Gegenwart zwischen Apokalypse und Paradies ist er verborgen, der Augenblick, an dem festzuhalten lohnt?

Mitwirkende

Mareen Biermann(Bühnenbild)
Silke Bauer(Kostümbild)
Anne Vogtmann(Dramaturgie)
Jan Hille(Schauspieler/in)
Henriette Nagel(Schauspieler/in)
Thomas Wehling(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 29. März 2019 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 06. April 2019
Samstag, 13. April 2019
Mittwoch, 17. April 2019
Mittwoch, 24. April 2019
Donnerstag, 25. April 2019
Sonntag, 28. April 2019
Dienstag, 04. Juni 2019
Donnerstag, 04. Juli 2019

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