Georg Büchner, der die Arbeit an Woyzeck 1836 begann, war seiner Zeit meilenweit voraus. Mit diesem erst 1913 uraufgeführten schmalen Fragment hielt die Moderne Einzug in die deutsche Dramenliteratur. Der Text enthält ganze Kontinente menschlicher Abgründe, Himmel und Hölle in 27 knappen Szenen. Es geht um nichts Geringeres als die vollständige Deformation des Menschen zum Tier. Der große niederländische Theatermacher Johan Simons wird Büchners bahnbrechendes Fragment auf die Bühne bringen – diesen „vielmal vom Theater geschundenen Text, der einem Dreiundzwanzigjährigen passiert ist, dem die Parzen bei der Geburt die Augenlider weggeschnitten haben, vom Fieber zersprengt bis in die Orthographie, eine Struktur, wie sie beim Bleigießen entstehen mag, wenn die Hand mit dem Löffel vor dem Blick in die Zukunft zittert“ (Heiner Müller).
Woyzeck
in Akademietheater
Uraufführung/Premiere am 10. April 2019
Woyzeck ist Soldat und Barbier, Diener eines Hauptmanns, aber vor allem: prekäre Existenz, geschundene Kreatur. Er hört immer wieder Stimmen und zeigt Symptome von Schizophrenie, während er in einer von der Gesellschaft geprägten Tragödie gefangen ist.

Mitwirkende
Johan Simons(Regie)
Stéphane Laimé(Bühnenbild)
Greta Goiris(Kostümbild)
Warre Simons(Komponist/in)
Jeske de Blauw(Sounddesign)
Lennart Laberenz(Videodesign)
Norbert Joachim(Lichtdesign)
Koen Tachele(Dramaturgie)
Steven Scharf(Schauspieler/in)
Anna Drexler(Schauspieler/in)
Falk Rockstroh(Schauspieler/in)
Guy Clemens(Schauspieler/in)
Daniel Jesch(Schauspieler/in)
Martin Vischer(Schauspieler/in)
Spielzeiten
Mittwoch, 10. April 2019 (Premiere / Uraufführung)

