Ohne die regelmäßigen Liquiditätsspritzen verliert er bald seine Wohnung, denn »ab 40 duldet dich Paris nur noch als Eigentümerkind«! Gezwungenermaßen begibt sich Vernon auf eine Odyssee von Sofa zu Sofa und Schlafzimmer zu Schlafzimmer seiner Freunde, ehemaligen Partnerinnen und Geliebten. Von der Ex-Bassistin seiner Band über einen verkrachten Drehbuchautor bis zu einem leidenschaftlich koksenden Trader begegnet er auf seinem Weg in den Abgrund so manch skurriler Figur.
Doch ein letztes Ass hat Vernon noch im Ärmel: Kurz vor dessen Tod hat ihm Alex Bleach drei Videokassetten mit Aufzeichnungen von einem Selbst-Interview überlassen. Das letzte Zeugnis des Popstars – von unschätzbarem Wert für die Boulevard-Industrie. Vor allem der skrupellose Filmproduzent Laurent Dopalet setzt alle Mittel ein, um an das Filmmaterial zu kommen. Doch was erzählt Alex Bleach eigentlich auf den Bändern?
Vernons Reise in den Abgrund beschreibt Virginie Despentes mit ihrem einzigartigen, beißend-bitteren Humor. In ihrem außergewöhnlichen Gesellschaftsroman porträtiert sie eine radikalisierte Gesellschaft, in der sich immer mehr Menschen vor dem sozialen Abstieg fürchten. Aufgrund des ökonomischen Drucks, der auf ihnen lastet, sind sie zu einsamen Einzelkämpfern geworden. Doch schließlich lässt Despentes Hoffnung für die Erniedrigten und Beleidigten keimen: Um den DJ Vernon Subutex bildet sich eine neue Gemeinschaft. Vom identitären Skinhead bis zum islamischen Akademiker kommen alle zusammen – und Vernon lässt sie tanzen.
In einer Bühnenfassung von Tomas Schweigen & Tobias Schuster
Teil der Inszenierung ist ein Abendessen von Patrick Müller (Silent Cooking, Punks, Creau…), wahlweise mit Vernon Subutex auf der Straße oder in der gediegenen Variante bei Marie-Ange und Xavier Fardin.


