Die historisch belegte Geschichte vom Untergang der Medusa zählt zu den größten Katastrophen der Seefahrt und wurde u. a. von Théodore Géricault in seinem weltbekannten Historiengemälde festgehalten, das man im Pariser Louvre sehen kann. Franzobel nutzt in seinem Roman von 2017 diese Geschichte für ein ebenso monströses wie grandioses Experiment über Menschen im Ausnahmezustand. Unbekümmert erzählt er die Geschichte neu und durchschießt sie immer wieder mit Verweisen auf die Gegenwart: Von der europäischen Flüchtlingspolitik bis zur Havarie der Costa Concordia: Das Floß der Medusa trifft ins Herz, zeigt die ungeschminkte Fratze des Menschen und entfaltet ein spannendes Theater der Grausamkeit.
Inszenierung: Stefan Otteni
Bühnenbild: Peter Scior
Kostüme: Ayşe Gülsüm Özel
Musik/ Gesang/ Musikalische Einstudierung: Mariana Sadovska
Kampfchoreografie: Klaus Figge/ Ronny Miersch
Dramaturgie: Michael Letmathe


