Genau 302 Jahre vor der Produktion ließ König Georg I. bei einer Bootstour auf der Themse eine für diesen Anlass komponierte Suite von Georg Friedrich Händel auf dem Wasser aufführen. Mit zwei weiteren Suiten wurde das Werk als Wassermusik weltbekannt.
Die Geschichte einer unmöglichen Liebe, die schicksalsgeleitet in Trennung und Tod enden muss – dies ist der Ausgangspunkt für die Choreographie, die Francesco Nappa zu Händels Wassermusik entwickeln wird.
Und genau das ist auch der Inhalt der Oper von Henry Purcell aus dem Jahre 1689, in der die karthagische Königin Dido den geliebten Aeneas zur Gründung des Römischen Reiches übers Meer fort lassen muss, um sich selbst dem Tod zu übergeben und damit die mythische Begründung für die Erzfeindschaft zwischen Karthago und Rom zu liefern – Liebesgeschichten haben wohl immer auch politische Hintergründe.
Der international renommierte Gastchoreograph wird sich dem Publikum mit Wassermusik vorstellen, Regie bei Dido and Aeneas führt Francis Hüsers.


