Eine absurde Situation: Schuster Dragomir erhält als Einwanderer Asyl unterm Tisch der liebenswürdigen Übersetzerin Florence. Doch die beiden nehmen ihr ungewöhnliches Zusammenleben als vollkommen selbstverständlich an. Es entwickelt sich eine besondere, gar intime Beziehung.
Alles ist solange gut, bis Raymonde, eine Freundin von Florence, und Marc Thyl, ihr Verleger und Verehrer, in Dragomir ein Problem und eine Bedrohung sehen. Können sie mittels einer Intrige das gerade aufkeimende Glück zerstören?
Roland Topor, 1938 als Sohn polnisch-jüdischer Emigranten geboren, lebte und arbeitete unter anderem als Autor, Maler, Regisseur und Bühnenausstatter in Paris. Das Bizarre, Groteske und Alptraumhafte wurde zu seinem Markenzeichen und machte ihn zum Meister der makabren Pointe.
„Ein winter unterm tisch“ wurde 1994 uraufgeführt.
Deutsch von Marietta Piekenbrock
Regie: Schirin Khodadadian, Bühne & Kostüme: Carolin Mittler, Musik: Johannes Winde, Dramaturgie: Peter Wallgram