In seiner kurz nach der französischen Revolution erschienenen Novelle Die Verlobung in St. Domingo (1811), einer dramatischen Lovestory im Setting der Revolution, macht Heinrich von Kleist klare Fronten auf: »Weiss« gegen »Schwarz«, Gut gegen Böse, Ordnung gegen Anarchie. Doch wie geht die Geschichte, wenn nicht eindeutig ist, wer Freund und wer Feind der Werte der Aufklärung ist? In seinem neuen Stück widerspricht Necati Öziri den vermeintlich eindeutigen Positionen und mutet der Geschichte eine neue Ebene der Opposition zu, die eine heutige Diskussion über Gewalt und Gegengewalt erzwingt.
Die Verlobung in St. Domingo
Uraufführung/Premiere am 30. August 2023
Auf Haiti tobt die Revolution. Nach über hundert Jahren der Sklaverei kämpft die geknechtete Bevölkerung für ihre Freiheit. Eines Nachts klopft plötzlich der junge Gustav an der Haustür von Toni, der Ziehtochter eines der Anführer der Revolution, und bittet um Schutz auf der Flucht vor den Truppen der Revolutionäre.

Mitwirkende
Sebastian Nübling(Regie)
Muriel Gerstner(Bühnenbild)
Pascale Martin(Kostümbild)
Lars Wittershagen(Komponist/in)
Robin Nidecker(Videodesign)
Anna Heesen(Dramaturgie)
Rebecca Ajnwojner(Dramaturgie)
Maryam Abu Khaled(Schauspieler/in)
Dominic Hartmann(Schauspieler/in)
Kenda Hmeidan(Schauspieler/in)
Dagna Litzenberger Vinet(Schauspieler/in)
Falilou Seck(Schauspieler/in)
Spielzeiten
Mittwoch, 30. August 2023 (Premiere / Uraufführung)

