Mit seinem Sommernachtstraum gelang Britten, wie Staatsoperndramaturg Oliver Láng im Magazin des Hauses am Ring „Prolog“ erläutert, ein „Wurf“: Hinreißende Musik, feines Theater, eine schimmernde Traumwelt sowie eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Menschen in all seinen Schichtungen. Er erschafft, wie es weiters im „Prolog“ heißt, einen musikalisch vielschichtigen, immer auch betörenden und beglückenden Zauber, der sich nicht im einfachen klanglichen Bebildern verfängt, sondern auch Unausgesprochenes mitschwingen lässt.
Bereits 1962, in der Direktionszeit von Herbert von Karajan, erklang das amüsante, leichte, poetische und psychologische Meisterwerk, das zu Brittens meistgespielten Musiktheaterwerken zählt, zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper. Die Produktion unter der musikalischen Leitung von Heinrich Hollreiser und in einer Inszenierung von Werner Düggelin (Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen) wurde im Haus am Ring 15 Mal gezeigt und verschwand daraufhin vom Spielplan. 55 Jahre später kehrt das Werk nun zurück und eröffnet den Premierenreigen der neuen Spielzeit.
Am Pult steht Simone Young – die der Wiener Staatsoper eng verbundene australische Dirigentin leitete im Haus am Ring seit ihrem Debüt 1993 mit La Bohème insgesamt 31 Werke an 173 Abenden, darunter mehrere Wiederaufnahmen bzw. musikalische Neueinstudierungen und zahlreiche Repertoireabende.
Für die Regie zeichnet Irina Brook verantwortlich, die an der Wiener Staatsoper 2015 Don Pasquale erfolgreich herausbrachte. Irina Brook beschäftigte sich schon in jungen Jahren intensiv mit Shakespeares Theaterstück A Midsummer Night’s Dream und inszenierte es auch selbst.
Das Bühnenbild stammt von Noëlle Ginefri-Corbel, die an der Wiener Staatsoper bereits mit Irina Brook für Don Pasquale zusammenarbeitete. Die Kostüme gestaltet Magali Castellan, das Lichtdesign Jean Kalman und die Choreographie Martin Buczko.
Es spielt das Orchester der Wiener Staatsoper und es tanzt das Wiener Staatsballett (Tänzerinnen und Tänzer der Volksoper Wien). Eine weitere zentrale Rolle nehmen die Kinder der Opernschule der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Johannes Mertl ein.
Die Vorstellung wird via WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD übertragen (www.staatsoperlive.com) sowie im Rahmen von „Oper live am Platz“ gezeigt. Die Vorstellung wird zudem live in Radio Ö1 (+ EBU) übertragen.
Das Bild zeigt Benjamin Britten.

