Begonnen hatte alles mit einem Wettbewerb zur Förderung junger italienischer Komponisten. Pietro Mascagni, damals noch erfolgloser Komponist, wählte ein zeitgenössisches Sujet und schrieb für die Geschichte der von der Dorfgemeinschaft ausgestoßenen Santuzza, die aus Eifersucht das Verhältnis von Turiddu und Lola an deren Ehemann Alfio verrät, dramatisch packende Musik. Pietro Mascagni gewann damit den Wettbewerb und wurde über Nacht berühmt.
Beeinflusst von diesem Erfolg (und wohl auch nicht ganz frei von Kollegenneid), beschloss Ruggero Leoncavallo, es ebenfalls mit einer Kurzoper zu versuchen. Als sein eigener Librettist ließ er sich dem Vernehmen nach von einem Mordprozess aus Kalabrien, der Region, in der er aufgewachsen war, sowie von Catulle Mendès’ Schauspiel La femme de Tabarin inspirieren: ein Eifersuchtsdrama in einer Commedia-dell’arte-Truppe um die schöne Nedda, das mit ihrer und ihres Liebhabers Ermordung durch den auf eine Intrige hereingefallenen Chef der Komödiantengruppe endet.
Fast wie ein Manifest des musikalischen Verismos mutet dieser Abschnitt aus dem Prolog des Bajazzo an: „...nicht wie sonst gilt heut’ der Satz: / ‚Die Tränen der Bühne sind falsch, sind Lug, / Falsch alle Seufzer auch, und die Schmerzen Betrug / Nehmt d’rum die Bühne nie ernst ...!‘ // Nein, nein! / Heute schöpft der Dichter mutig / Aus dem wirklichen Leben / Schaurige Wahrheit!“
In italienischer Sprache.
Eine Koproduktion mit dem Theater Erfurt und der Seattle Opera.
Musikalische Leitung: Will Humburg. Inszenierung: Guy Montavon. Bühne: Hank Irwin Kittel. Kostüme: Bianca Deigner. Choreinstudierung: Marco Medved. Einstudierung Kinder- und Jugendchor: Ekaterina Klewitz. Regieassistenz und Abendspielleitung: Mark Daniel Hirsch. Musikalische Assistenz: Daniel Johannes Mayr, Hermes Helfricht. Studienleitung: Pauli Jämsä. Korrepetition: Igor Horvat, Miho Mach. Bühnenbildassistenz: Ansgar Baradoy. Kostümassistenz: Dieter Hauber, Marina Rosenstein. Inspizienz: Tilla Foljanty. Übertitel: Andreas Schütte, Julia Kluxen-Ayissi, Wolfram Kastorp. Regiehospitanz: Raquel Vidal Gobern.
Cavalleria rusticana: Santuzza: Dshamilja Kaiser. Turridu: George Oniani. Lucia: Anjara I. Bartz. Alfio: Mark Morouse, Ivan Krutikov. Lola: Ava Gesell.
Pagliacci: Nedda: Anna Princeva, Tanya Hurst. Canio: George Oniani. Tonio: Mark Morouse, Ivan Krutikov. Peppe: Kieran Luke Carrel. Silvio: Giorgos Kanaris, Boyan Di. Un altro contadino: Jeongmyeong Lee. Meisterjongleur: Maximilan Koch.
Chor: Chor des Theater Bonn. Extrachor: Extrachor des Theater Bonn. Kinder- und Jugendchor: Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn. Statisterie: Statisterie des Theater Bonn. Orchester: Beethoven Orchester Bonn.


