Ein junger Chinese hat Zahnschmerzen, aber keine Krankenversicherung, und inmitten dampfender Woks ziehen ihm seine Landsleute kurzerhand mit einer Rohrzange und einer Flasche Schnaps den faulen Zahn. In hohem Bogen fliegt der Zahn durch die Luft und landet im Essen der Stewardessen. Was als schräge Komödie beginnt, in der ein Zahn die Geschichten der Figuren miteinander verbindet, wandelt sich bald in eine bitterböse Groteske. Hinter der Alltagskulisse eines asiatischen Schnellrestaurants kommen soziales Elend und gesellschaftliche Abgründe zum Vorschein.
Libretto von Roland Schimmelpfennig nach dem gleichnamigen Theaterstück, eingerichtet von Peter Eötvös in deutscher Sprache.
Musikalische Leitung Petr Popelka, Inszenierung Barbora Horáková Joly, Bühnenbild und Kostüme Annemarie Bulla, Licht Marco Dietzel, Video Sergio Verde, Dramaturgie Bianca Heitzer, Kai Weßler.
Die junge Frau (Der Kleine) Mariya Taniguchi, Die Frau über sechzig (Die alte Köchin, Die Enkeltochter, Die Ameise, Hans, Die chinesische Mutter) Karina Repova, Der junge Mann (Ein junger Asiate, Die Kellnerin, Der Großvater, Die Grille, Die chinesische Tante) Beomjin Kim, Der Mann über sechzig (Ein alter Asiate, Der Freund der Enkeltochter, Der chinesischer Vater, Die dunkelbraune Stewardess) Jürgen Müller, Der Mann (Ein Asiate, Der chinesische Onkel, Die blonde Stewardess) Doğukan Kuran.
Sächsische Staatskapelle Dresden, Erstaufführung, eine Koproduktion mit dem Teatro Arriaga Bilbao.


