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Die menschliche Stimme

in Stadttheater Gießen
Uraufführung/Premiere am 21. Dezember 2019
Wenige Jahre nach seinem Opernerfolg „Dialogues des Carmélites“ ließ Francis Poulenc mit Die menschliche Stimme ein intimes Drama folgen. Die zentralen Themen – Vereinsamung und Anonymität in einer Welt fortschreitender Kommunikationsmittel – erfahren gerade heute wieder besondere Aktualität.

Gestrandet in der Wartehalle eines Flughafens, einsam und alleine: nur ein Telefon als ständiger Begleiter. Die junge Frau wurde von ihrem Lebensgefährten verlassen. Doch sie gibt die Hoffnung nicht auf – denn er hat versprochen, sie an diesem Abend anzurufen.

Francis Poulencs einaktige Oper Die menschliche Stimme (1959) beschreibt ein intimes Drama, dessen zentrales Thema der Vereinsamung in einer Welt fortschreitender Kommunikationsmittel gerade heute wieder eine besondere Aktualität erfährt. Nicht zuletzt verweist darauf auch die fast lakonische Zeitangabe des Komponisten, der den Zeitpunkt der Handlung mit „heute“ benannte und seine Protagonistin namenlos beließ. Ursprünglich nur für eine Singstimme und Klavier vorgesehen, schuf Poulenc später eine Fassung für Orchester, deren Klangfarben den Konflikt der Oper besonders hervorheben.

In Glaube. Liebe. Abschied. wird das intime Gespräch an einen Flughafen und somit an einen öffentlichen Ort verlegt. Flugbegleiter, Bodenpersonal, Touristen und Geschäftsleute: trotz der Menschenansammlung ist jeder an diesem Ort mit sich alleine und wartet darauf, dass das Warten ein Ende findet, dass es weitergeht: mit der Arbeit, mit dem Flug, mit der Reise.

Regisseur Wolfgang Hofmann und Dirigent Florian Ludwig verfolgen in ihrem Konzept einen tief humanen Ansatz, der die Verbindung schafft zwischen Poulencs Oper und Werken von Bach, Haydn, Bruckner und Telemann: so erklingt an diesem Abend auch Musik aus Die Jahreszeiten, aus Die Schöpfung, aus Magnificat oder aus Bachs berühmter Kaffee-Kantate („Schweiget stille, plaudert nicht“). Die traditionellen Werke erschließen sich in diesem Theatererlebnis in einem ganz neuen Kontext: musikalische Korrespondenz, über die Jahrhunderte hinweg.

Nicht zuletzt verweist darauf auch die fast lakonische Zeitangabe des Komponisten, der den Zeitpunkt der Handlung mit „heute“ benannte und seine Protagonistin namenlos beließ. Ursprünglich nur für eine Singstimme und Klavier vorgesehen, schuf Poulenc späterhin eine Fassung für Orchester, deren Klangfarben den Konflikt der Oper hervorheben. Der tief humane Ansatz vereint das Werk mit denen von Bach, Haydn und Bruckner. Musikalische Korrespondenzen – über die Jahrhunderte hinweg.

Mitwirkende

Florian Ludwig(Musikalische Leitung)
Lars Peter(Bühnenbild)
Claudia Krull(Kostümbild)
Martin Spahr(Ensemble)
Anne-Kathrin Abel(Dramaturgie)

Spielzeiten

Samstag, 21. Dezember 2019 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 29. Dezember 2019
Samstag, 25. Januar 2020
Donnerstag, 06. Februar 2020
Freitag, 21. Februar 2020
Sonntag, 05. April 2020

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