In seiner 1925 entstandenen und den Frankenstein-Mythos aufgreifenden Erzählung »Hundeherz« kritisierte der russische Schriftsteller und Arzt Bulgakow die rauschhafte Utopie des Transhumanismus und Fortschrittsglaubens der frühen Sowjetunion. Seine satirische Betrachtung ist in der neoliberalen Leistungsgesellschaft aktueller denn je: Der Perfektionsdrang der Jetztzeit führt zu Lifestyle-Optimierung, Fitnesswahn und Schönheitsoperationen oder am besten gleich zu Maschinenkörpern. Was bleibt am Ende übrig von der menschlichen Natur?
Christoph Bornmüller inszenierte bereits in Darmstadt, Schwerin und Rostock und ist seit der Spielzeit 2018/19 als Schauspieler fest am NTM engagiert. »Hundeherz« ist seine erste Regiearbeit in Mannheim.
Regie: Christoph Bornmüller
Bühne & Kostüme: Martin Miotk
Musik: David Kirchner (Gast)
Licht: Ronny Bergmann
Dramaturgie: Sascha Hargesheimer


