Typisch Kleinfamilie halt: Mutter, Vater, Sohn und Opa unter einem Dach. Da bleiben Alltagskonflikte nicht aus. Die Familie sieht die Chance auf einen lukrativen Job und gibt einen tiefen Einblick in ihr Leben. Und wenn die Wirklichkeit nicht spannend genug scheint, dann wird auch schon mal nachgeholfen. Mit Eigensinn und Humor übertreffen sie dabei alle Vorurteile.
Jurek Becker, der mit seinem Roman „Jakob der Lügner“ international berühmt wurde, schaute 1994 mit liebevollem und doch auch schmerzhaftem Blick auf die Fremdheit zwischen Ost und West. Der Theaterabend erinnert auch 30 Jahre nach der sogenannten „Wende“ an ein Land, dessen Menschen einerseits eine politische Revolution in Gang gesetzt haben, die aber andererseits in der Konfrontation mit neuen Lebensumständen ihre eigene Identität fast verlieren.
In einer Fassung von Maik Priebe und Natalie Driemeyer. Regie: Maik Priebe. Bühne: Susanne Maier-St. Musik: Johannes Winde. Dramaturgie: Natalie Driemeyer.

