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Turandot

Uraufführung/Premiere am 25. Januar 2020
Die Geschichte der eiskalten Prinzessin Turandot zieht bis heute die Zuschauer in ihren Bann. Die Hauptfigur in Puccinis letzter Oper lässt alle Männer ermorden, die um ihre Hand anhalten, wenn sie ihre drei Rätsel nicht lösen können. Prinz Calaf wagt das Experiment und stellt sich den drei Fragen.

Die Oper »Turandot« war für den Komponisten Giacomo Puccini kein leichtes Unterfangen. Kontroversen mit seinen Librettisten und das Gefühl, kein passendes Ende für seine Geschichte zu finden, belasteten das Projekt. Letztendlich verstarb der Komponist, bevor er die Oper vollenden konnte. Regisseur Michiel Dijkema hat sich für seine Inszenierung für einen Schluss in Anlehnung an Franco Alfano entschieden.

»Wenn ich eine Wunschliste hätte, welche Oper ich gerne einmal inszenieren würde, stünde Turandot ganz oben«, sagt der niederländische Regisseur Michiel Dijkema. Er inszeniert zum ersten Mal und hat sich intensiv mit dem Stoff auseinandergesetzt: Turandot ist für ihn Tragödie, Komödie und Märchen zugleich. Er siedelt die Geschichte, so wie es auch Puccini forderte, in einem China »in der Zeit der Legenden« an. Für das Bühnenbild hat sich Dijkema unter anderem von Bambuswäldern und Kalligrafie-Elementen inspirieren lassen.

Die zeitweise knapp 100 Darsteller auf der Bühne, bestehend aus den Solisten, Opernchor und Magdeburger Singakademie sowie Statisten, bewegen sich auf verschiedenen Felspodien.

Kostümbildnerin Jula Reindell hat sich für die Optik der Figuren von Bekleidung und Gesichtsbemalung verschiedener Urvölker weltweit inspirieren lassen. Wichtig ist ihr, das urchinesische Volk möglichst detailreich darzustellen. Der Kaiser von China, Altoum, wird vom Tenor und Ensemblemitglied Manfred Wulfert verkörpert.

Die irische Sopranistin Orla Boylan gastiert als Altoums Tochter Turandot. Die Rolle des Prinzen Calaf übernimmt der australische Tenor Aldo Di Toro, der dem Publikum noch als Otello sowie Pinkerton (»Madame Butterfly«) bekannt ist.

Im Gegensatz zum unvollständigen Puccini-Schluss, der mit dem Tod der Sklavin Liù endet, wird die Oper in dieser Version nach Alfano zu Ende erzählt. Regisseur Dijkema ist besonders wichtig, szenisch zu zeigen, an welcher Stelle Puccini gestorben ist. Und so gibt es vor dem Schluss sowohl beim Bühnenbild als auch bei den Kostümen einen kompletten Bruch. Gemeinsam mit Generalmusikdirektorin Anna Skryleva, die die Musikalische Leitung von »Turandot« innehat, hat sich Michiel Dijkema intensiv mit den musikalischen Skizzen Puccinis sowie dem auskomponierten Skizzenmaterial von Franco Alfano befasst. Es bleibt deshalb spannend, wie das Ende auf die Bühne gebracht wird.

Turandot, Oper in drei Akten von Giacomo Puccini Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni, vervollständigt von Franco Alfano. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Mitwirkende

Orla Boylan(Sänger/in)
Manfred Wulfert(Schauspieler/in)
Johannes Stermann(Schauspieler/in)
Aldo Di Toro(Sänger/in)
Kristian Benedikt(Sänger/in)
Raffaela Lintl(Sänger/in)
Marko Pantelić(Schauspieler/in)
Jonathan Winell(Schauspieler/in)
Benjamin Lee(Schauspieler/in)
Paul Sketris(Schauspieler/in)
Anna Skryleva(Musikalische Leitung)
Ulrike Schröder(Dramaturgie)
Martin Wagner(Choreografie)
Johannes Willig(Musikalische Leitung)
Ulrich Wagner(Ensemble)
Boris Kehrmann(Dramaturgie)
Anna Müller(Theaterpädagogik)
Elena Mikhailenko(Schauspieler/in)
Christiane Libor(Schauspieler/in)
Maria Guleghina(Schauspieler/in)
Johannes Eidloth(Schauspieler/in)
Doru Cepreaga(Schauspieler/in)
Vazgen Gazaryan(Schauspieler/in)
Yang Xu(Schauspieler/in)
Rodrigo Porras Garulo(Schauspieler/in)
Stefano LaColla(Schauspieler/in)
Agnieszka Tomaszewska(Schauspieler/in)
Barbara Dobrzanska(Schauspieler/in)
Edward Gauntt(Schauspieler/in)
Armin Kolarczyk(Schauspieler/in)
Klaus Schneider(Schauspieler/in)
Cameron Becker(Schauspieler/in)
Matthias Wohlbrecht(Schauspieler/in)
Nutthaporn Thammathi(Schauspieler/in)
Seung-Gi Jung(Schauspieler/in)
Daniele Squeo(Musikalische Leitung)

Spielzeiten

Samstag, 25. Januar 2020 (Premiere / Uraufführung)

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