In diesem Garten, der zugleich Spielwiese und unsicheres Refugium ist, ein Ort des Begehrens und der Illusion, herrscht eine seltsame Poesie der Verlorenheit. Es ist eine Welt, in der Trug und Wahrheit, Heil und Hölle sich kaum mehr voneinander trennen. Bosch präsentiert uns, humorvoll-grotesk als auch moralisierend, die Vielfalt der Welt in all ihren Facetten und Möglichkeiten. Denn die Saat des Übels liegt schon im Paradies… und die Hölle ist überall, in jeder Epoche der Menschheitsgeschichte.
Inspiriert von der Zeitlosigkeit der metamorphen und fantastischen Bilderwelt Boschs, spürt Hans Henning Paar in seiner Inszenierung den fragilen und ambivalenten Zuständen der menschlichen Psyche nach. Unterstützt von der eigens für diesen Tanzabend komponierten Musik Pierre Osers entsteht ein faszinierendes Zusammenspiel von Raum, Klang und Bewegung.


