Für Hermia bricht eine Welt zusammen, als sie den geliebten Lysander verloren glaubt. Und auch Helena, die sich über Demetrius' plötzlich entflammte Liebe freuen könnte, kann sich sein Verhalten nur als ein grausames Spiel erklären. Die Liebe ist Theater und Zauberei, und Theater und Zauberei sind praktische Mittel, um mit der Liebe zu spielen. Der „Sommernachtstraum“ von Shakespeare, über 420 Jahre alt und doch so aktuell wie nie, bringt das mit spitzem Geist treffend auf den Punkt.
Dabei lenkt die effektsichere Verknüpfung von lyrisch-musikalischen und komisch-turbulenten Szenen von der Doppelbödigkeit der Komödie ab. Die Handlungsstränge der drei verschiedenen Figurengruppen – die weltlichen Liebenden, die Handwerker und die Elfen – verknüpft der Dramatiker auf meisterhafte Art und Weise miteinander.


